DSLR oder Kompaktkamera – Wenn die kompakte die DSLR-Kamera verdrängt

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Große Spiegelreflexkamera oder kleine Systemkamera. High-End-Technik gibt es längst auch in kompakter Form, doch verdrängt die Spiegellose Systemkamera die DSLR, oder kann sich die DSLR-Kamera weiterhin der Konkurrenz behaupten?

Wie so oft wird gepredigt „die Anzahl der Pixel ist nicht ausschlaggebend“ und doch wird bei einigen gerne eine Schippe draufgelegt. In der Werbung ist die Zahl der Pixel schon lange ein Kaufkriterium. Eine hohe verkraftbare ISO ohne starkes Rauschverhalten ist durchaus ein Segen… aber wer bitte fotografiert bei Nacht und dreht die ISO dafür auf 409600 auf? Inzwischen befindet sich High-End schon in kompakteren, kleineren Kameras nebst der bekannten Spiegelreflexkamera.

Für unterwegs, also vermutlich für die meisten Hobbyfotografen, ist solch ein großer dunkler Kasten doch etwas zu mächtig – weshalb gerne eine kleinere, kompaktere Variante bevorzugt wird. Von der Technik tut es kein Abbruch. Eine DSLR ist längst nicht mehr das nonplusultra in der Welt der Kameras. Und selbst ein elektronischer Sucher ist dem optischen einer Spiegelreflexkamera (DSLR) sehr dicht auf den Fersen.

Smartphones sind ein Fluch und Segen für Fotografen. Auch als Fotograf lässt sich das Smartphone ideal einsetzen und wenn auch nur für eine rasche Aufnahme einer Location, Textur oder einzelne Objekte. Leider ist dank der „immer dabei-Kamera“ eine regelrechte Bilderflut ausgebrochen. Auch geht es vielen darum möglichst sofort ein Moment mit anderen zu teilen, weshalb ganz klar das Social Media eine entscheidende Rolle spielt. Ein Foto lässt sich unmittelbar nach der Aufnahme teilen und wenn es auch nur auf einem kleinen winzigen Display ist. Aber machen wir uns nichts vor – die Dinger werden besser und für den Alltag reichen sie allemal. Kein Grund also um sich extra eine Kompaktkamera anzuschaffen.

Profi- vs. Hobbyfotograf, hier macht die Größe der Kamera noch einen entscheidenden Faktor aus. Wer auf einer Veranstaltung nicht ein T-Shirt mit der Aufschrift „es kommt nicht auf die Größe an“ tragen will, sollte in diesem Fall eher schweres Geschütz auffahren. Das mag irre klingen und man kann darüber lachen – doch wenn Opa Wilfried mit einer Canon 5D MKIII oder Nikon D810 antritt und der Fotograf hingegen über eine kompaktere Variante verfügt, wirkt es nach Außen wohl ein wenig merkwürdig. Das Resultat hingegen zeigt wer die Kamera wirklich bedienen kann, aber das wird im laufe des Tages nicht gefragt.

Die große Kamera mit dem schweren Objektiv bleibt vermutlich den Profis vorbehalten, während sich die angehende Gruppe von Fotografen fortlaufend wohl eher der kleineren, leichteren Ausstattung zuwendet. Geld spielt dabei natürlich auch eine Rolle. Es wird sich aber eher für ein 700 Euro teures Smartphone mit Ratenzahlung (Vertrag) entschieden, statt eine Kamera zu kaufen. Und Statistiken zeigen deutlich einen Abstieg der Spiegelreflex, wohingegen Kompaktkameras sich mehr oder minder halten.

Spiegellose Systemkameras dürften mit der Zeit die klassische DSLR ablösen. So eine Vermutung – keine Tatsache. Nicht zu vergessen auch die Anbindung und Fernbedienung per Smartphones/Tablets, bei denen einige Hersteller sehr hinterherhinken. Eines hingegen scheint groß im Kommen zu sein… Fotobücher und andere Mittel auf denen Fotos gedruckt werden können. Denn wer will schon durch 1.000 Fotos blättern, wenn 1 oder 2 Fotos ausgedruckt eine viel bessere Wirkung haben können.

Wie seht ihr den Kampf zwischen spiegelloser Systemkamera und Spiegelreflexkamera? Bleibt ihr dem dicken Body treu, oder spielt ihr bereits mit dem Gedanken auf eine kompaktere Variante umzusteigen?

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