Einstieg mit dem Grafiktablett – Wann und warum lohnt sich ein Grafiktablett als Fotograf und Bildbearbeiter?

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Ein Grafiktablett ist bei der Bildbearbeitung, Gestaltung, Illustration und reichlich weiteren Berufszweigen ein unverzichtbares Eingabegerät. In diesem Ratgeber möchte ich euch ein klein wenig verdeutlichen, warum eine Investition in ein Grafiktablett durchaus sinnvoll sein kann und welches Tablett evtl. am besten für jemanden geeignet ist. Hierbei handelt es sich um keine Werbung oder Pflichtkauf, sondern vielmehr um eine eigene Meinung.

Das Grafiktablett ist für viele bereits zu einer Maus am Computer/Mac geworden. Es gibt Personen, die bereits völlig auf die Maus verzichten und alles per Stifteingabe machen. Es ist wie ein Blatt Papier, nur dass jede Eingabe, jeder Druck per Stift auch automatisch am Monitor erscheint. Für viele auch wiederum eine ungewohnte Situation, da sich die Augen für gewöhnlich auf dem Papier befinden und nicht am Monitor. Ein Einstieg ist keineswegs einfach… sofern man nicht bereits vorher oft und gerne gezeichnet hat. Doch der Einstieg kann sich lohnen… man muss ihn nur einmal wagen.

Es gibt einige Hersteller solcher Grafiktabletts. Allen voran – und das nun ohne dafür zu werben – die Firma Wacom. Aber ich habe auch schon das Medion Tablett im Einsatz gesehen und das Resultat des Bildes war ebenso genial… es kommt also nicht nur auf das Produkt an, wenn die Person ohnehin kein Künstler ist. Und das muss man sich eben auch eingestehen… es muss kein sehr teures Tablett sein, wenn man sich am Anfang befindet.

Die Größe ist entscheidend… würde ich beim Kauf sagen. Es gibt richtige Bretter die einen guten Teil des Arbeitsplatzes einnehmen, oder ein relativ kleines A5-Tablett. Der Eingabebereich ist immer der komplette Monitor/Desktop… was auch bedeutet, dass bei 2 Monitoren auch 2 als Eingabebereich zur Verfügung stehen. Per Software lässt sich das aber regeln, so dass ein Monitor ignoriert wird und somit nur ein Bildschirm auch verwendet wird. Bei der Entscheidung muss jeder für sich die beste Größe herausfinden. Will man lieber kürzere Wege am Tablett hinlegen… also beispielsweise ein 27 Zoll-Bildschirm an einem kleinen A5-Tablett… oder umgekehrt, ein 23 Zoll-Bildschirm an einem A4-Tablett. Ich nutze bei 23 Zoll ein kleines Tablett.

Hotkeys sind von Vorteil! Hotkeys helfen Eingaben zu tätigen ohne große Umwege. Ein kurzer Tastendruck auf der Tastatur, oder eben auch Tablett. Das erhöht natürlich die Geschwindigkeit beim arbeiten… aber auch nur, wenn man sie inn und auswendig beherrscht. Für den Einstieg würde ich kein Tablett mit vielen Tasten und Drehrädchen empfehlen, zumal diese auch direkt teurer sind, sondern mich auf die Hotkeys an der Tastatur beschränken. Auch kommt es darauf an, wie oft ihr diese verwendet.

Ja, auch Touch gibt es inzwischen bei so gut wie jedem Grafiktablett. Wer gerne seine Finger dazu verwendet, kann das Tablett auch ohne Stift verwenden. Ich bin kein Freund davon und habe es ausgeschaltet, so dass die Eingabe rein per Stift verläuft.

Wenn das Geld keine Rolle spielt, kann sich bei Wacom ruhig mal die Cintiq-Reihe anschauen. Auch hier gibt es unterschiedliche Größen, nur der entscheidende Unterschied ist… sie besitzen auch einen Bildschirm. Nach oben sind also keine Grenzen gesetzt. Die noch recht frische Reihe, Cintiq Companion 2, besitzen sogar Windows und die nötige Hardware dazu. Ein Computer/Mac entfällt hier völlig. Dafür sind diese auch nicht mehr so kompakt wie etwa ein kleines A5-Grafiktablett.

Ihr seht also… wie immer gibt es die Qual der Wahl. Habt ihr einen Händler in der Nähe, dann fragt doch mal an ob ihr euch eines ausleihen könnt. Oder testet es vor Ort. Wichtig ist vorab zu wissen… was will man damit anstellen und auf welcher Ebene arbeite ich? Fange ich damit erst an, genügt eine kleine und preisgünstige Anschaffung.

Auch wenn aller Anfang schwer ist, ist so ein Gerät eine große Hilfe beim retuschieren, zeichnen oder anderen Dingen. Gerade wenn es darum geht, feine Striche zu ziehen… beispielsweise auch per Druckintensität einen dickeren oder feineren Strich zu erzeugen. Das macht sich bei genauerer Arbeit bezahlt.

Fragen zum Thema Grafiktablett oder eine Kaufberatung könnt ihr gerne hier als Kommentar hinterlassen, oder erstellt direkt ein eigenes Thema im Forum.

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