Perfekte Schärfentiefe in der Fotografie umsetzen und verstehen – Was ist Schärfentiefe/Tiefenschärfe ?

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Die Schärfentiefe (nicht Tiefenschärfe) ist wichtig, um in der Fotografie bestimmte Motive in den Vordergrund zu setzen und andere wiederum in der Unschärfe verschwinden zu lassen. Wie ihr solch eine Schärfentiefe bzw. Unschärfe erreicht, wird euch hier kurz und einfach erklärt.

Zuerst einmal… worum geht es in der Schärfentiefe? Bei Landschaftsaufnahmen will man bevorzugt alles scharf haben… der Grashalm vorne bis hinten zum Berg sollte möglichst alles gestochen scharf sein. Natürlich nicht immer. Bei Portraits beispielsweise, soll das Model – der Kopf, die Person in den Vordergrund geraten und der Hintergrund nur noch leicht erkennbar sein. Hierbei ist die Unschärfe gewollt… und davon kann es manchmal nicht genug sein.

Wie also erreiche ich solch eine Unschärfe – quasi eine geringe Schärfentiefe? Die einfachste Methode wäre in meinen Augen ein lichtstarkes Objektiv. Also eines mit Blende 1,8 oder 2,8… je kleiner die Zahl, umso größer die Blendenöffnung und vereinfacht gesagt, „umso geringer die Schärfentiefe“.

Der nächste Punkt wäre der Abstand zum Motiv und deren Abbildungsmaßstab. Befindet sich ein Motiv 10 Meter entfernt, kann selbst bei einer hohen Blendenöffnung (kleine Zahl) die Unschärfe gering ausfallen. Befindet sich aber ein Motiv direkt vor euch und der Hintergrund ist relativ weit entfernt, könnt ihr selbst mit Blende 5,6 einen unscharfen Hintergrund erzeugen. Zumal oft gerne auch der Kopf vollständig scharf dargestellt werden und nicht ab der Nasenspitze bereits Unschärfe auftreten soll.

Holt euch daher lieber eine günstige Festbrennweite mit großer Blendenöffnung. Klar haben Festbrennweiten Nachteile… man muss sich bewegen. Aber Preis/Leistung sind diese wirklich top, eben weil sich hier auch komplett auf eine Brennweite fixiert wird.

Ja, auch andere Punkte wie die Sensorgröße spielen eine Rolle. Wer aber nun nicht gleich tief in die Tasche greifen mag, sollte immerhin verstehen wie das mit der Schärfentiefe nun genau funktioniert. Und nicht selten rege ich mich selbst über Motive auf und analysiere meine Fehler. Zeit lassen für ein Bild… diverse Punkte durchspielen… den Hintergrund betrachten und vielleicht einen Schritt zur Seite gehen… und nach ein paar Aufnahmen, schaut ihr euch diese am Abend in Ruhe auf dem PC/MAC an.

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